Wie Sie Ihre Fassade auf den Winter vorbereiten

Während wir es uns bei Minustemperaturen im beheizten Haus gemütlich machen, sind die Außenwände unseres Eigenheims Extrembedingungen ausgesetzt. Saisonale Temperaturschwankungen von bis zu 50 Grad fordern Materialien. Frost und Feuchtigkeit, die sich bei mildem Wetter in die Konstruktion setzt, können tiefere Schäden verursachen. Deshalb lohnt ein Check der Fassade. Ist alles in Ordnung, geht’s für Planungen gemütlich aufs Sofa: wie wäre es mit einem neuen Look?

Überprüfen Sie Türen und Fenster auf Luftdichtigkeit.

Gut vorbereitet in den Winter – so geht’s!

Tageslicht ist ideal, um eine Fassade auf Schäden hin zu untersuchen, sie zu reinigen und gegebenenfalls zu reparieren. Dabei ist der Spätherbst gut geeignet, denn vorher herabfallendes Laub oder frühe Herbststürme können zu Beeinträchtigungen am Haus führen, die im Winter nachteilig wirken. Prinzipiell gilt: Vorbeugung schützt vor aufwendigen Reparaturen und hohen Kosten. Zudem fördert eine intakte Fassade ein angenehmes Raumklima in der kalten Jahreszeit.

Befreien Sie die Regenrinne von Herbstlaub

Ein Anstrich für Putz- und die Imprägnierung von Holzfassaden ist problemlos im Herbst zu erledigen. Die 5 Grad Celsius Marke gilt als magische Grenze für Außenarbeiten. Baustoffe wie Montageschaum, Beton oder Putz sind unter dieser Temperatur nicht oder nur schwer verwendbar. Auch Anstriche machen keinen Sinn, da die Farbe nicht abbindet. Mechanische Arbeiten können unter Beachtung von Sicherheitsvorkehrungen z.B. gegen Wegrutschen oder Erkältung ausgeführt werden. Vorteil eines Herbstanstrichs: die Sonne brennt weniger und die Farben, Lasuren, Lacke und Öle trocknen nicht so schnell aus.  

Beachten Sie bei Außenarbeiten jedoch immer die 5-Grad-Grenze. Unterhalb dieser Temperatur wird es schwierig, Materialien wie Bauschaum, Beton oder Putz zu verarbeiten.

Risse im Putz sind witterungsbedingte Verschleißerscheinungen. Sie sollten ausgebessert werden, damit im Winter kein Wasser in die Fassade eindringt. Gefriert es, kommt es zu noch größeren Rissen. Die Tragweite der Schäden lässt sich z.B. per Klopftest ermitteln, kleine Ausbesserungen sind meist selbst machbar.

Bei einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade gehört die Überprüfung der Hinterlüftung zum Herbstcheck. Pflanzen zum Beispiel, die im Sommer in die Fassadenkonstruktion gewachsen sind, müssen entfernt werden, damit die Isolation durch die Luftschicht zwischen Tragwerk und Bekleidung optimal funktioniert.

Auch Türen und Fenster gehören überprüft. Sind sie undicht, entweicht warme Luft und die Heizkosten steigen unnötig. Ein Tausch der Gummidichtungen behebt das Problem, Wärme bleibt drinnen, Feuchtigkeit draußen.

Die Regenrinne wird von Laub befreit und Löcher werden ausgebessert. Das sichert den Wasserfluss in der Rinne selbst und in den Abfallrohren.

Ist die Dacheindeckung intakt? Herbststürme können Materialien beschädigen, Wasser dringt ein, Feuchtigkeitsschäden sind vorprogrammiert. Deren Beseitigung sind aufgrund der winterlichen nasskalten Witterung mit hohem Aufwand verbunden.

Wir empfehlen Ihnen auch, Ihr Dach zu inspizieren. Wie Sie dabei vorgehen, zeigen wir Ihnen hier.

Gut, Sie können Ihre Wände im Winter nicht neu verputzen, eine frostbeständige belüftete Hausverkleidung kann jedoch auch bei niedrigen Temperaturen angebracht werden.

Fassadengestaltung im Winter

Ergibt der Fassadencheck einen dringlichen Modernisierungsbedarf der äußeren Schicht? Bestimmte Arbeiten müssen nicht bis zum Frühjahr warten, was weitere Schäden begünstigen oder Bestehende vergrößern könnte. Während eine Fassade im Winter nicht mehr verputzt werden kann, gibt es Materialien, die sich auch bei niedrigen Temperaturen verarbeitet lassen. Das gilt für frostfeste Hausverkleidungen, die auf Unterkonstruktionen montiert werden, wie z.B. an einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade.

Wer den zukünftigen Wartungsaufwand gering halten möchte, investiert in Materialien wie Klinker, Keramik oder moderne Faserzementpaneele. Letztere sind witterungsbeständig, frostsicher, nichtbrennbar und beständig gegen Fäulnis und Korrosion. Unterschiedliche Formate, Farben, Oberflächen und Verlegearten bieten freie Gestaltungsmöglichkeiten, von traditionell über klassisch bis modern. Materialkombinationen mit Glas, Klinker und Holz sind möglich.

Die vertikale Verlegerichtung ist in Mode gekommen: Sie sorgt für einen modernen und zeitgemäßen Effekt an jeder Fassade.

Winterzeit ist Planungszeit

Haben Fassaden- und Dacharbeiten bis zum Frühjahr Zeit oder der Check dazu inspiriert, die Außenhülle zu erneuern, eignet sich der Winter perfekt zur Planung. Je nach Objekt und Zustand kommen Teil-Verschönerungen, umfassende Modernisierungen oder die Sanierung von Grund auf in Frage. Letztes ist vor allem dann sinnvoll, wenn die energetische Bilanz verbessert werden soll. Beim Einsatz einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade sind beispielsweise Werte bis zu einem Passivhaus erreichbar. Wer dazu eine Bekleidung aus einem wetterfesten, zeitlos schönen Material wie Faserzement wählt, erfreut sich jahrelang an seiner Fassade und einem guten Wohnklima im Inneren.

Die Planung des Fassadendesigns mit Paneelen erfolgt zeitgemäß online gemütlich zu Hause. Im Cedral Visualisierungstool werden Objektbilder hochgeladen und das Haus virtuell mit Farbfavoriten verkleidet. Bei der finalen Entscheidung helfen Muster. Das Berechnungstool ermittelt den Materialbedarf, was die Finanzplanung vereinfacht. Je nach handwerklichem Geschick und System können kleine Projekte selbst terminiert und umgesetzt werden. Ansonsten bietet sich die schnelle Kontaktaufnahme zum Handwerksbetrieb an.